22. Oktober 2015 Plainfeld bei Salzburg

Waltraud, Lukas und Georg aus dem Team durften einen wunderschönen Tag in der kleinen Flachgauer Gemeinde Plainfeld erleben und in den Ort „eintauchen“.

 

Eingeladen haben Sophie Rosenegger und der auf vielen Ebenen wirkende Wolfgang Saliger. Sehr oft sind es genau die Menschen, die den Gemeinwohlgedanken leben und unser Land und unsere lebenswerte Zukunft mitgestalten. Sehr beeindruckend, Sophie hatte Geburtstag und hat ganz spontan die Prioritäten geändert.

Nun sind wir zu Beginn in die Gemeinde, der Bürgermeister war nicht da, wir wurden von den Damen der Gemeindeverwaltung herzlich willkommen geheißen. Inspiriert durch die Schrift am Eingang der Schule „Wo ein Wille, da ein Weg“ haben wir anschließend die Direktorin gesprochen und der Spruch wurde gleich Realität. Ganz spontan durften wir in zwei Klassen die Kinder zur Schatzsuche einladen und diese weitertragen. Einige der Wünsche:  mehr Pferde, ein Schwimmbad, ein Videospiel, dass der Bauer besser mit den Tieren umgeht, auch mit der Katze; weniger Müll; breitere Straßen; Auslaufmöglichkeiten für Hunde; dass die Menschen braver und netter sind;  Auto langsamer fahren und dass Frau Schober, die Lehrerin  der zweiten Klasse da bleibt (sie bekommt ein Baby).

Danach besuchten wir den Kindergarten, die Kinder machen bis Dezember einen Wunschbaum. Danke an die Leiterin Gabriele Leber für das spontane Angebot.

Wir planten nichts, ließen uns einfach inspirieren. Unser Wunsch war, einen Bauernhof zu finden, wo die Kühe noch Hörner haben.  Darauf wird offensichtlich nicht so geachtet, denn verlässlich genannt konnte uns keiner werden. Hörner haben wichtige Funktionen, trotz des Druckes aus der Wirtschaft gibt es wieder mehr Bauern, die darauf achten. Wir sind weitergegangen, haben keinen Bauernhof gefunden und sind bei einem Pferdehof gelandet. Mit Tina, der Betreuerin eines Pferdes, hat sich ein schöner Austausch ergeben. Sie hat uns begleitet, sie wollte ohnehin ausreiten. Hmm, ohne Sattel, auf das übliche Mundstück verzichtet sie auch. Wir haben nicht alles hinterfragt, die Zeit ist verflogen. Auf die Frage, warum das Pferd keine Hufeisen hat, war ihre Antwort, da gibt es unterschiedliche Sichtweisen über deren Notwendigkeit. Es war interessant, einige Male hätten sich unsere Wege trennen können, aber irgendwie ist Tina mit ihrem Pferd dann im Schulhof gestanden und die Kinder der Nachmittagsbetreuung durften erleben, dass Erwachsene Wünsche auch gleich erfüllen.


Eine besondere Begegnung war mit Hildegard und Walter Planitzer. Der Garten ist ihnen wichtig, und die liebevolle Gestaltung ist überall sichtbar. Ein harmonisches, bescheidenes und zufriedenes Paar, das zu unserer Freude auch am Abend dabei war.  Ja, das sind die wahren Schätze, die Menschen mit ihren Fähigkeiten. Hildegard ist eine wunderbare Schneiderin wie Gatte Walter ausgeplaudert hat.  Ein besonderer Schatz ist auch die Mühle Frauenlob, wo es ausschließlich natürliche Lebensmittel gibt.

Wir haben so viel erlebt, können hier nur einen Überblick geben. Am Nachmittag trafen wir uns um  17 Uhr mit Kindern, die gesondert eingeladen wurden. Sabine Mayr, die Leiterin vom Jugendzentrum,  ist ein großer Schatz. Ihr liegt  die gute Zukunft und ein achtsamer Umgang mit und unter Kindern und Jugendlichen am Herzen. So durften wir uns mit einigen Kindern austauschen, spielen und  natürlich wieder Schätze sammeln. Die Folge war gleich einen weiteren Termin im Dezember zu vereinbaren, um die vielen  Gestaltungsmöglichkeiten zu konkretisieren.

Wir lassen beim Projekt alles auf uns zukommen, planen so wenig wie möglich und lassen uns von der Situation inspirieren. So hat sich am Abend eine kleine Runde „Erwachsener“ in einem Kreis zusammengefunden, die sonst kaum bei Veranstaltungen zu sehen sind. Es war wunderschön, wir haben einen roten Faden gesponnen. Dieser rote Faden hat uns zu den Fähigkeiten der Teilnehmer geführt. Das Ziel:  den unmittelbaren Lebensraum natürlicher  und unabhängiger von großen Systemen und Normen zu gestalten. Gerade das Künstlerische und in der Natur Gestaltende, sowie Verbindende waren die wesentlich genannten Potentiale der Runde.  Ein schönes Angebot ist von Walter gekommen: Defekte technische Geräte zu reparieren statt neu zu kaufen. Vielleicht darf im Ort ein Repaircafe entstehen, welches sich auch die Gemeinde wünscht, so der Bürgermeister. Herzlichen Dank an Bürgermeister Wolfgang Ganzenhuber, er ist trotz Sitzungen noch dazugekommen. Ein offener und herzlicher Mensch, der dieser Gemeinde vorsteht.

Heben und nutzen wir die vielen Schätze, die da sind. In Plainfeld läuft vieles wunderbar, bei unserem Projekt Lebenswerte Gemeinde…Lebenswertes Österreich“ geht es auch darum Dinge sichtbar zu machen und vieles, was schon da ist, zu verbinden. Dazu wird es für Plainfeld einen eigenen Internetauftritt geben. 

Der Tag war zu kurz uns so haben wir noch für Dezember die nächsten Treffen vereinbart. Einerseits mit Erwachsenen, aber auch mit Kindern und Jugendlichen.

Hier noch die Zusammenfassung aus Sicht der Dachorganisation:  Wir durften so vielen Menschen begegnen, die aus dem Gefühl, aus dem Herzen agieren. Alle Teilnehmer des Abends wollen die Zukunft mitgestalten.

Wir, Waltraud Lukas und Georg sind dankbar, dass wir einen so unvergesslichen Tag erleben durften. Dankbarkeit ist ein tief verwurzelter Wert, den auch unsere Projektbotschafter immer wieder betonen. Deshalb ist ein verbindender Teil des Rahmens "Lebenswerte Gemeinde...Lebenswertes Österreich" ein Dankbarkeitsstammtisch, den wir bereits in Großgmain schaffen durften.

Am Nachmittag durften wir noch mal die Wünsche der Kinder aufnehmen und den roten Faden finden. Zum Aufwärmen wurde gespielt und da waren wir voll bei der Sache und auf Fotos vergessen.
Am Nachmittag durften wir noch mal die Wünsche der Kinder aufnehmen und den roten Faden finden. Zum Aufwärmen wurde gespielt und da waren wir voll bei der Sache und auf Fotos vergessen.
Am Abend waren die "großen Kinder" dran.
Am Abend waren die "großen Kinder" dran.
Musik verbindet. Lukas hat zum Schluss noch ein Lied gespielt. Schön, wir dürfen weiterspielen in Plainfeld und freuen uns darauf!
Musik verbindet. Lukas hat zum Schluss noch ein Lied gespielt. Schön, wir dürfen weiterspielen in Plainfeld und freuen uns darauf!