Am 5. November durfte Brigitte, Elisabeth und Georg aus dem Team der Dachorganisation einen Tag in Fladnitz an der Teichalm verbringen.


Egal in welche Gemeinde wir kommen, immer hören wir: bei uns ist es schön. Ja, für die Fladnitz / Teichalm hat es die Schöpfung besonders gut gemeint.

Wir sind erst gegen Mittag in Fladnitz eingetroffen. Offizielle Mittagspause in der Gemeinde. Aber schau, das stand

nur am Türschild, wir wurden trotzdem willkommen geheißen. Auf unsere Frage,  welches denn der größte Schatz in der Gemeinde sei, kam nach einiger Überlegung als Antwort „die Menschen“. Das hat uns motiviert!

 




Die nächste, sehr erdige Begegnung gab es mit Petra, Mutter von vier Kindern. Sie versucht, ihnen das Natürliche nahe zu bringen. Es ist offensichtlich gelungen. Eine ihrer Töchter, die gerade zum Musikunterricht unterwegs war, hat uns angestrahlt.

Danach sind wir zur Schule, ein kurzes Gespräch mit Frau Direktor Anna Paier folgte. Für Frau Paier ist es ganz wesentlich, dass die Kinder ihren Hausverstand gebrauchen lernen  - was für ein schöner Hinweis. In der Schule sehen wir verbindende Sprüche wie „ein großes Herz haben“, auf Herzen geschrieben.

So freuten wir uns auch, wenig später auf einer „Herzbank“ im Ort zu sitzen.

Wir fragten auch einige Kinder, was denn ihrer Meinung nach das schöne Leben in diesem Ort ausmacht,.  Ein Bub wiederholte gleich mehrmals aus dem Herzen: „wir haben alles und es ist friedlich“. Das strahlte er auch aus.


Viele sagten, wir haben alles im Ort und das macht es aus. Es gibt ihn noch den Kramer im Ort, wir haben ihn besucht.


Natürlich wollten wir auch die Teichalm kennen lernen. Um es mit einem Wort zu beschreiben „wunderschön“. Auch gibt es dort noch echtes Handwerk wie den Bänderzaun, eine Rarität.

Abends das Infotreffen in kleiner, interessanter Runde spannten wir einen  roten Faden. Öfter kam der Wunsch, die vielen Möglichkeiten in Fladnitz besser sichtbar zu machen, Menschen mit ähnlichen Interessen  besser zu vernetzen. Auch das soll der rote Faden symbolisieren.

Genau das ist ein wesentlicher Teil unseres Konzeptes der LGÖ. Wobei die Schwammerlplätze doch immer ein kleines Geheimnis bleiben dürfen. Eines der Projekte ist über die Gemeinde Fladnitz und die Schule gelaufen: „Red ma miteinand“, die Förderung der Mundart. Der Wunsch nach Fortführung dieses Projektes wurde geäußert. Der Bürgermeister betonte, dass es zahlreiche lohnende Projektmöglichkeiten gäbe, aber eben immer mit Geld verbunden ist. Und genau das ist unser Ansatzpunkt: lernen freundlicher, herzlicher und achtsamer miteinander umzugehen, kostet kein Geld und bringt uns in eine gute Zukunft. Es gibt Menschen im Ort die das Natürliche vorleben, so war am Abend auch Petra wieder da. Sie meinte der Spielplatz ihrer Kinder ist die Natur, einen Fernseher brauchen sie nicht.

 

Eine Dame sagte uns am Schluss: „ich bin eher ein negativer Mensch, heute gehe ich sehr positiv und optimistisch  nach Hause“. Das entspricht ganz unserem Motto: „Nicht die Menschen müssen sich ändern, sondern das Umfeld“

Der Ansatz unserer Arbeit „Lebenswerte Gemeinden“ ist Orte zu besuchen, die im Wesentlichen schon lebenswert sind. Wir wollen  Bestehendes  fördern,  stärken, vernetzen und noch besser sichtbar machen. Das verstärkt den Zusammenhalt der Ortsbewohner und bindet unserer bisherigen  Erfahrung nach mit der Zeit auch viele jener ein, die – aus welchen Gründen auch immer -  sich noch nicht engagiert haben. Wir machen durch unsere Unterstützung vor Ort und durch die Vernetzung mit anderen Gemeinden bewusst, dass jeder Mensch sich im Rahmen seiner individuellen Zeit- und Fähigkeitressourcen einbringen kann und dadurch zuerst für sich selbst und dann auch für das Gemeinwohl  gewinnt. Es geht darum, gemeinsam einen lebenswerten Rahmen zu schaffen.

Fladnitz ist in vielen Punkten schon jetzt eine sehr lebenswerte Gemeinde, mal sehen was sich noch entwickeln darf.

 

Bürgermesiter Peter Raith - ein Bürgermeister mit Hausverstand - hat sich bei uns mit einer Ortschronik bedankt. Wir werden die 2,5 kg Geschichte sehr gerne nach Schätzen durchsuchen und bedanken uns beim Bürgermeister und bei allen, die an diesem Tag mitgewirkt haben. Spezieller Dank an Anna Paier und Maria Müller-Guttenbrunn für die Inspiration im Vorfeld.