Rückblick 26. November 2015: "Was macht Filzmoos lebenswert und was ist für mich ein lebenswertes Leben?"

BIld: Tourismusverband ©CoenWeesjes

 

JUHU es schneit im wunderschönen Filzmoos. Am Abend werden wir erfahren, dass dieser Ort  ein Überbleibsel vom Paradies ist.  Wir, das sind Lukas und Georg  von der Dachorganisation "Lebenswerte Gemeinde...Lebenswertes Österreich". Vormittag, gegen 10 Uhr sind wir angekommen, normalerweise ist der erste Weg immer in die Gemeinde. Dieses Mal nicht. Denn beim Pfarrhof dürfen wir Anna Maria begegnen. Sie ist dabei, aus Zweigen Schmuck für den am Wochenende beginnenden Adventmarkt zu machen. Sie lächelt, ist ganz bei der Sache, und so angenehm offen ist auch die Begegnung mit ihr. Kurz danach kommen noch einige sehr freundliche Damen dazu. Das Dekorieren der Stände macht ihnen sichtlich Spaß

 

Dann sagen wir dem Amtsleiter Matthias Jäger in der Gemeinde Grüß Gott. Dabei entdecken wir in seinem Büro ein Bild aus Tagen wo eine Gemeinde noch wahrlich eine Gesamtgemeinschaft war. Ein witziges Bild, aber in die Steinzeit wollen wir keinesfalls zurück.

Dafür aber in die Volksschule. Hier begegnen wir gleich der Direktorin, Frau Sigrid Salchegger, die mit „ihren“ Kindern gerade dabei  ist, Selbstgebasteltes zum Adventmarkt zu bringen. Da wir wie immer ungeplant und spontan unterwegs sind, ist es ein kurzer Schock als wir unser Anliegen Schätze sammeln zu wollen, schildern. Schätze, die von den Kindern, unseren Kleinsten, kommen. Eigentlich ist absolut keine Zeit uns Raum zu geben und doch haben wir die Möglichkeit bekommen in eine Klasse zu gehen. Was heißt EINE, nach wenigen  Minuten sind zwei Klassen daraus geworden.

 Der Hinweis einer Schülerin, dass die "Großen" mit Schuhen da sind, hat die Direktorin kurz mit „das ist eine Ausnahme“ beantwortet. Schön, wenn Menschen so flexibel handeln. Wir fragen die Kinder über ihre Wünsche und was Filzmoos lebenswert macht. Einige der Anregungen der Kleinen = Großen: Mehr klettern; Ein Radworkshop mit Schanze; Eine Musikveranstaltung; Ein Wunsch war, auch weniger Häuser zu bauen. Ihre Ideen passen perfekt zu einer Aussage des Hirnforschers Dr. Manfred Spitzer: Wissenschaftlich gesehen wären die wichtigsten Schulfächer Musik, Sport, Theaterspielen, Kunst und Handarbeiten.

Unser 21-jähriger Lukas lebt diese Bereiche bewusst, Er bezeichnet sich als Künstler, spielt Gitarre, singt gerne und jongliert. Von einem Buben kommt die Aussage: "Du sollst beim Supertalent mitmachen". Lukas, unser Wirbelwind im Team zeigt uns, mit welcher Leichtigkeit, Bescheidenheit und Selbstbestimmtheit man sein Leben leben kann.So, nun geht es daran interessante Menschen, mit ihren Ecken und Kanten zu treffen. Freigeister, den Ver-rückten wollen wir begegnen. Interessant, gleich fällt uns ein Einfamilienhaus auf, wo Hühner frei herum laufen.  Schön, wir wollen inspirieren das Bewusstsein für die Unabhängigkeit vom Globalen zu fördern.

 

Dieses Bild zeigt wie klein die Welt geworden ist.

 

Das „Gold-Semmei“ ist fernen Ländern ganz nah gekommen.

 

Wie gehen wir mit der Weltsituation um im November 2015?

Die weltweiten Gewaltmeldungen machen uns Angst.

Um Vertrauen zu finden ist es wichtig die Aufmerksamkeit auf das Nährende, auf unseren Lebensraum zu lenken, denn hier können wir aktiv gestalten. 

 

Wir glauben es kaum, da lachen uns kurz danach drei Herzen entgegen!!!

 

Ist die Liebe im Herzen die Antwort?!

 

Im großen Globalen scheint die Liebe und das Herz verloren gegangen zu sein. In kleinen Dörfern können wir uns leichter fördern uns wieder herzlich zu begegnen, vielleicht sogar zu lieben.

 

 

 

 

 

Viel Herz und Liebe ist ganz sicher dabei, wenn Johanna Maier kocht. Zudem verwendet sie viele regionale Produkte, Kräuter und die unverfälschten Schätze der Natur.

Hier brauchen wir ganz sicher keine EU, die uns die Pflanzenvielfalt beschneidet und uns noch mehr Massenindustrie und Chemie bringt.

Ein Freigeist muss Johanna Maier jedenfalls sein. Persönlich konnten wir ihr an dem Tag nicht begegnen.

Einem weiteren Freigeist durften wir danach begegnen, dem „Fiaker Schorsch“. Unser Eindruck, er passt definitiv nicht in die "Masse", empfindet es als Kompliment, wenn er als verrückt bezeichnet wird, im Sinne von ver-rückt. In dem angenehmen Gespräch reden wir über Sinn und Unsinn auf dieser Welt, und spüren einen tiefsinnigen, nachdenklichen Menschen, vielleicht auch mit etwas Traurigkeit und Enttäuschung. Sicher auch einem Lebenskünstler im positiven Sinne. Die Natur und die Pferde sind sein Leben und sein Wissen und die Erfahrung ist so viel Wert. Lasst uns wie in der Natur eine Symbiose schaffen. Uns hat die Harmonie der Tiere am Hof beeindruckt, 3 Hunde, Katzen und Hasen laufen herum, alle vertragen sich. Und auch wir sind willkommen.

 

Nun sind wir im Ort alles zu Fuß gegangen, praktisch mit natürlichem Antrieb,  aber wie sind wir nach Filzmoos gekommen? Ein herzlicher Dank an Fredi und Simone Neumayer mit Team, vom Autohaus Neumayer in Radstadt. Warum? Weil sie uns kostenlos ein Auto zur Verfügung gestellt haben. Unser Projekt wird nicht über herkömmliche Quellen finanziert, sondern über die vielen kleine Beiträge und Menschen, die die Förderung unseres „Bruttonationalglücks“ am Herzen liegt. Der Leitspruch des Unternehmens „nie verkehrt, immer richtig“ ist so was von treffend.

Autohaus Neumayer: Mehr Information

 

Weihnachten wird in Filzmoos besonders sinnlich gestaltet.

Die Hofalmen  am Fuße der Bischofsmütze, wo die Weihnachtsidylle zelebriert wird, bieten einen idyllischen  Rahmen. Alleine die Anfahrt mit den Pferdekutschen ist einmalig. Es ist eben ein Stück vom Paradies über geblieben.

 

Die Frage des ganzen Tages und auch am Abend ist  „Was macht Filzmoos lebenswert und was ist für dich ein lebenswertes Leben?“ Diese Frage haben wir von Roland Düringer übernommen, er sucht die „gültigen Stimmen“ in unserem Land.

Am Abend werden wir im Hotel Bischofsmütze herzlich willkommen geheißen.  Es ist noch etwas Zeit, und Lukas komponiert die ersten Sätze unseres Liedes. Jetzt darf es entstehen, die Zeit ist reif.

 

25 Filzmooser dürfen wir begrüßen, Wir sind sicher, Roland Düringer würde sie als gültige Stimmen bezeichnen. Menschen, die den Gemeinwohlgedanken mit viel Gefühl und Hausverstand  leben.

 

Warum sind wir überhaupt da: weil Elisabeth und Christian Salchegger JA gesagt haben zu dem Tag, Es braucht immer jemanden der JA sagt, Es gibt so viele Menschen die nicht Gestalter sind und immer "Ja, aber!" sagen.

Danke an Elisabeth und Christian Salchegger!

Nun zu den vielen Impulsen des Abends. Den roten Faden, den wir spannen: Er war unter den Teilnehmern ohnehin da. Es braucht keine Experten von außen, nur etwas Inspiration und einen Rahmen, der die vielen aktiven Menschen verbindet. Einige der Ideen und Potentiale: Ich erfinde "Gute Nacht Geschichten";  Essen besser verwerten; Natur- und Kräuterwissen; Geschichtliche Filzmoosführung; zusammen singen; weiter Blick mit Welterfahrung; Erdung; Selbst beheizbare Öfen fördern.

Es gibt besondere Kraftplätze und die Koordinatorin Isabella hat mit uns eine Übung gemacht. Wir finden, es ist wichtig Esoterik von Spiritualität zu unterscheiden. Hier spüren wir eine tiefe Verwurzelung mit der Natur.

 

Es gab von den Teilnehmern so viele Impulse, dass wir aus Zeitgründen gar nicht alle erfassen konnten.

Eine Familie konnte nicht dabei sein, ihre vielen Gemeinwohlgedanken haben sie uns per Brief übermittelt und wurde von Christian Salchegger vorgelesen.

 Offener und ehrlicher zu reden ist ein großer Wunsch von Vielen.

Wünsche aussprechen ist uns immer wichtig.

Da kam bei Chorleiterin Maria Kirchgasser Traurigkeit auf. Sie hat Wünsche, es fehlt an Wertschätzung dem Chor gegenüber. Maria hat betont, dass sie weiter wirken wird. Es darf aber auch Situationen im Leben geben, wo ein Nein einfach notwendig ist. Besonders dann, wenn Kopf und Herz nicht mitspielen wollen. Danke Maria für deinen Mut!

 Besondere Wünsche sind:  Nicht hintenherum, sondern offen miteinander reden; Mehr Beteiligung für Gemeinwohl; Mehr Wertschätzung, Achtsam- und Dankbarkeit;Der Tourismus mit Allem was davon profitiert ist die wesentliche Einnahmequelle im Ort. Trotz der vielen Betten spüren wir, das Natürliche soll gestärkt werden. Es braucht hier keine Animationsberge oder zig- Kilometer Pistenabfahrten. Danke an die Tourismusleiterin Eva Salchegger für ihr Mitwirken.

Einer unserer Botschafter, der Weltenwanderer Gregor Sieböck liebt das Authentische, vielleicht mag er nach Filzmoos kommen und das an dem Abend aus der Taufe gehobene Projekt „Lebenswerte Gemeinde Filzmoos“ zu unterstützen. So vieles ist hier schon lebens –und liebenswert!

Ergänzung: Gregor der Weltenwanderer hat spontan zugesagt und ist am 20/21. Mai in Filzmoos Mehr Information

 

 

Dieser Abend hat auch mir, Georg Dygruber, als Initiator Kraft gegeben. So auch in meiner Entscheidung den Brotberuf loszulassen und mich voll meinem Herzensprojekt zu widmen. Danke an unser Team und die vielen, die inspirativ wirken.

Danke den Teilnehmern des Abends für ihre Klarheit, von den 25 Personen sind beim einem Abend im Jänner fast alle dabei, um dann weitere, konkrete Schritte zu besprechen.

 

Eine Essenz aus dem Abend: Der Fokus war auf das was uns verbindet und nicht auf das was uns trennt

 

BEGEGNUNGEN MUSS MANN NICHT MACHEN, MAN MUSS NUR NUR AUFHÖREN, SIE ZU VERHINDERN!

(Brigitte Hantschk aus unserem Team)