Aus dem Team der Dachorganisation war Georg Dygruber in Altenmarkt und hat den Abend begleitet. Eine kurze Zusammenfassung aus seiner Sicht:

 

Altenmarkt im Pongau ist meine Nachbargemeinde, wirtschaftlich stark mit schöner Balance zwischen Tourismus, Gewerbe und einem tragenden Industriebetrieb. Ein gesund gewachsener Ort, mit vielen Aktivitäten in Kunst und Kultur.

Am Nachmittag habe ich mich mit einigen Menschen ausgetauscht, auf der Suche nach Schätzen in Altenmarkt. Ein Schatz in Form von Vorbild ist Jakob Trojer mit 94 Jahren. Was macht sein Leben und seine Vitalität aus war meine Frage: Ich habe viel Sport gemacht, als Schilehrer war ich  viel in der Natur und die schöne Ehe mit meiner Gattin, die immer noch sehr aktiv an meiner Seite ist. Eine Aussage war für mich besonders kräftig: Die Dankbarkeit dass es nie Streit gegeben hat unter den 6 Kindern, Enkeln und Urenkeln. Alles wurde immer vernünftig ausgeredet. Ein Mann der noch schön  im Leben steht, wie ich an seinem starken Händedruck gemerkt habe, einfach schön!

Schätze gibt es viele in der bunten Marktgemeinde Altenmarkt. Einer ist sicher das gerade neu gestaltete Heimatmuseum.

Dann der Abend, es ist immer eine Überraschung wie viele und wer kommt, denn mittels Postwurf waren alle eingeladen, niemand sollte überredet oder aus Verpflichtung heraus kommen, es geht im Projekt ja auch um Freiheit. Nun es waren 19 Menschen aus dem Ort, sehr unterschiedlich und so vielschichtig waren auch die Themen.

Wie es um die weichen Faktoren gegangen ist - so hat sie der Bürgermeister genannt - ist es spannend geworden, denn genau hier liegt das Gestaltungspotential der Menschen, zum Beispiel in einem achtsamen, wertschätzenden Umgang Miteinander. Vieles ist uns nicht bewusst, so als Beispiel dass Menschen den Hauptschulabschluss nicht schaffen und von einer Beratungslehrerin die Idee eines „Mentors“ gekommen ist. Es ist wunderschön zu fühlen was sich da an Lösungen für die vielschichtigen Herausforderungen der Gegenwart auftun, es geht um das umsetzen, also die Verantwortung zu übernehmen auch zu tun.  Das gesagte auch selbst zu leben was Menschen wie der Musiker und Künstler Maximilian Steiner  festgestellt hat. Als ein Wunsch ist die Bewertung und Urteilung über Menschen zu unterlassen, gekommen. Wenn jeder in solchen Situationen mit den drei Sieben des Sokrates herangeht, dann sind das bei allen Handlungen immer diese drei Fragen: Ist es wahr? Ist es wesentlich? Ist es wohlwollend? Vieles würde mit der Beantwortung dieser drei Fragen nicht aus unserem Mund kommen.

Der Abend war wie immer ein schönes Überraschungspaket, bei mir bleibt er als angenehme Erinnerung mit sehr wohlwollender Haltung der Gemeinde. Danke an Bürgermeister Rupert Winter und Vizebürgermeister Peter Listberger.

War es ein einmaliger Abend, oder ergibt sich eine Lebenswerte Gemeinde Altenmarkt, eben als Rahmen für alles was uns stärkt und nährt zu schaffen?  Mein Gefühl nach gibt es einige Menschen die Anstoß sein könnten zur Förderung der Eigenverantwortung in Altenmarkt. Wir sehen ob es sein soll.

Der Abend bleibt in Erinnerung, Fotos wurden nicht gemacht.